Wie KI funktioniert (und warum Prompting entscheidend ist)
Wenn man mit KI arbeitet, wirkt es oft so, als würde man mit einem Menschen sprechen.
Tatsächlich funktioniert eine KI aber grundlegend anders. Eine KI „versteht“ Inhalte nicht im menschlichen Sinne. Stattdessen analysiert sie Muster und berechnet, welche Antwort statistisch am besten passt. Man kann sich das wie ein sehr fortgeschrittenes Autocomplete vorstellen.
Das bedeutet:
Die KI überprüft Inhalte nicht aktiv
Sie kennt keine „Wahrheit“ im klassischen Sinne
Sie versucht immer, die am wahrscheinlichsten passende Antwort zu generieren
Die Qualität der Antwort hängt direkt davon ab, wie klar die Aufgabe und wie gut der Kontext ist.
Die wichtigsten Stellschrauben im Prompting
Diese Stellschrauben bestimmen maßgeblich die Qualität der Antworten.
In der viind Smart Dialog Plattform werden sie größtenteils über das Chatbot-Verhalten im Admincenter gesteuert – können aber in bestimmten Fällen durch Prompts ergänzt werden.
1. Persona – Wer antwortet?
Die Persona definiert, aus welcher Perspektive die KI antwortet. Sie beeinflusst Tonalität, Zielgruppe und fachliche Einordnung. Ohne klare Persona wirken Antworten oft generisch und wenig zielgerichtet.
In der viind Plattform wird die Persona über das Chatbot-Verhalten gesteuert:
„Wie heißt der Chatbot?“
„Welche Organisation repräsentiert der Chatbot?“
„Wer ist die Zielgruppe des Chatbots?“
„Was ist die Hauptaufgabe des Chatbots?“
Diese Felder sollten immer vollständig gepflegt sein.
Eine Ergänzung der Persona via Prompting ist in der Regel nicht notwendig, da dies über die Einstellungen im Chatbot-Verhalten bereits sauber abgebildet ist.
2. Kontext – Womit arbeitet die KI?
Kontext ist der wichtigste Faktor für gute Antworten. Die KI kann nur mit den Informationen arbeiten, die ihr zur Verfügung stehen. Fehlt Kontext, beginnt sie zu raten – und dabei entstehen häufig ungenaue oder falsche Antworten.
In der viind Smart Dialog Plattform kommt dieser Kontext hauptsächlich aus den Inhalten eurer Website (die ihr in der Wissensbasis hinterlegt).
Die Qualität der Antworten hängt daher direkt von der Qualität und Struktur eurer Website-Inhalte ab.
→ Webseitenaufbau für Chatbot optimieren
Durch einen ergänzenden Prompt kann hier gezielt nachgesteuert werden, z. B.:
→ Mehr Infos dazu auf der SeiteZusätzlicher Prompt und Eigener Prompt: Überblick und Best Practices
3. Klarheit – Wie eindeutig ist die Anfrage?
Die KI folgt Mustern. Unklare Eingaben oder Kontext, der nichts mit der gestellten Frage zu tun hat, führen zu unklaren Ergebnissen.
Die Qualität der Frage beeinflusst direkt die Antwort.
In der viind Plattform bedeutet das: Wenn Bürger:innen uneindeutige Fragen stellen, liefert der Chatbot uneindeutige Antworten.
Best Practices:
Ergänze für die Nutzer:innen des Chatbots einen Hinweis in der Begrüßungsnachricht
„Bitte stellen Sie Ihre Frage möglichst konkret.“
Erstelle einen “Chatbot-Knigge” und verlinke aus der Begrüßungsnachricht darauf.
Wenn du das Feld für einen zusätzlichen Prompt nutzt, formuliere deine Anweisungen dort klar und unmissverständlich.
4. Begrenzung – Was darf die KI nicht tun?
Die KI versucht immer zu antworten – auch wenn Informationen fehlen. Das kann zu Halluzinationen führen.
In der viind Plattform übers Chatbot-Verhalten gesteuert über:
Diese Einstellungen bestimmen:
Beispielhafte Ergänzung über Prompting:
CODE
Gib nur Informationen aus den bereitgestellten Quellen wieder. Ergänze keine eigenen Annahmen. Wenn Informationen fehlen, weise darauf hin.
5. Formatierung – Wie soll die Antwort aussehen?
Die Form der Antwort beeinflusst stark die Lesbarkeit und damit die Verständlichkeit.
In der viind Plattform im Chatbot-Verhalten gesteuert über:
„Welche Formatierungsarten darf der Chatbot nutzen?“
„Soll der Chatbot Zahlen ausschreiben?“
„Wie soll der Chatbot Beträge ausschreiben?“
Ergänzung über Prompting (optional):
CODE
Antworte in kurzen Stichpunkten und halte die Antwort unter 5 Sätze lang.
In den meisten Fällen ist für die Formatierung keine Ergänzung notwendig. Sie kann aber bei speziellen Anforderungen sinnvoll sein.
Gutes Prompting in der Praxis
Wenn ein zusätzlicher Prompt verwendet wird, sollte er bestimmten Grundregeln folgen. Diese helfen dabei, konsistente und zuverlässige Ergebnisse zu erzielen.
Die 3 wichtigsten Regeln
1. Klarheit
Formuliere so konkret wie möglich, was passieren soll.
Gib nur Informationen aus den bereitgestellten Quellen wieder.
2. Kürze
Halte den Prompt so einfach und fokussiert wie möglich.
Bitte versuche möglichst immer sehr genau zu antworten und achte darauf, dass du nichts Falsches sagst und dass du möglichst hilfreich bist und freundlich bist und alles gut erklärst.
Gib nur gesicherte Informationen wieder und ergänze keine Annahmen.
3. Keine Widersprüche
Ein Prompt darf keine widersprüchlichen Anweisungen enthalten.
Antworte kreativ und frei, aber halte dich strikt an die Quellen.
Halte dich strikt an die bereitgestellten Quellen und ergänze keine eigenen Inhalte.
Beispiele für gute und schlechte Prompts
Beispiel 1 – Halluzination vermeiden
Versuche möglichst korrekt zu antworten.
CODE
Gib nur Informationen aus den bereitgestellten Quellen wieder. Wenn Informationen fehlen, weise darauf hin.
Beispiel 2 – Verweis auf externe Inhalte
Erwähne auch Veranstaltungen.
CODE
Wenn sich eine Anfrage auf Veranstaltungen oder Events bezieht, verweise zusätzlich auf den offiziellen Veranstaltungskalender:
[Link einfügen]
Beispiel 3 – Struktur der Antwort
Antworte gut strukturiert.
CODE
Antworte in kurzen Stichpunkten und halte die Antwort unter 5 Sätzen.
Den Unterschied zwischen zusätzlichem Prompt und eigenem Prompt erklären wir auf der Seite
→ Zusätzlicher Prompt und Eigener Prompt: Überblick und Best Practices